Close

Multiraumbeschallung durch Smart Home

Jazz und Smart Home passen zusammen, denn das Internet der Dinge optimiert und verfeinert das Musikerlebnis. Zu den Vorzügen von Smart Home in Bezug auf die Musik gilt die Multiroom-Technologie. Wie der Begriff bereits impliziert, erstreckt sich die Wirkung auf die Beschallung von mehreren Räumen. Im vordigitalen Zeitalter war dies nur durch eine aufwendige Verkabelung zu erreichen. Trotzdem gibt es auch bei dieser Hochtechnologie noch mögliche Problemfelder, die wir zusammen mit den Kriterien besprechen werden, die beim Kauf zu beachten sind.

Wie funktioniert die Multiroom-Akustik?

Das Smart Home ermöglicht die kabellose Multiraumbeschallung über WLAN. Zudem entwickelt sich gerade mit dem Mesh-Übertragungsstandard eine spektakuläre WLAN-Alternative. Vorreiter in der Mesh-Nutzung für Multiroom sind die Anbieter Sonos, Samsung und LG. Verschiedene Audioquellen werden dafür in den vorgesehenen Zimmern platziert und miteinander, mit Lautsprechern sowie einer Steuereinheit verbunden. Als Steuerzentrale fungiert zumeist ein Hub, der zugleich die Schnittstelle für alle Einheiten zur Verfügung stellt.

Die Steuerung ist via App über Smartphone oder Sprache sowie direkt über die Geräte wie Smart TV und Computer möglich. möglich. In der Regel reicht eine Vorjustierung der Geräte aus, um den Sound lange anhaltend genießen zu können. Das heißt, man wird ziemlich schnell die umfunktionierte Fernbedienung beiseite legen können und nicht mehr benötigen. Ein weiterer Vorteil von Multiroom: Mit der Option auf Streamen werden die eigenen Musikdatenbanken erheblich erweitert und das Repertoire an gutem Sound weiter individualisiert. Weitere Anregungen zum Thema Smart Home und Unterhaltung erhalten Sie in diesem Smart Home Magazin.

Was ist, wenn das WLAN nicht ausreicht?

Die Kraft, über die das ganze System zustande kommt, ist wie gesagt WLAN. Die Übertragungsraten werden zwar immer schneller, auch wenn Deutschland diesbezüglich dem Ausland spektakulär hinterherhinkt. Dafür ist das System sehr komplex und ressourcenintensiv, sodass die WLAN-Power mitunter nicht ausreicht. Die gängige Lösung stellen hierbei Repeater und Verstärker dar. Wegen seiner höheren Übertragungsstandards ist auch die Verwendung von Mesh statt WLAN eine erfolgreiche Option. Sonos geht hingegen den Weg, jede Box als eigenständige Repeater zu nutzen, um die flächendeckende Versorgung seiner Systeme herzustellen. Loxone wiederum erreicht die Funktionsfähigkeit bei schwachen Übertragungsraten über eine Zonenerweiterung durch das Netzwerk-Streaming (UpnP).

Viel Auswahl durch proprietäre Systeme

Bei Multirooms wird gern gesagt, dass jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht, sodass die einzelnen Komponenten der Hersteller oftmals nicht kompatibel zueinander sind, sondern separat dazugekauft werden müssen. Denn nicht immer gibt es in der Branche einen übergreifenden Standard wie DTS Play-Fi, DLNA und Undok. Der Kunde hat also meistens die Aufgabe, sich vor dem Kauf von Multiroom für proprietäre Systeme zu entscheiden. Mögliche Standards mit spezifischen Vor- und Nachteilen sind Airplay, NFC, Spotify, Bluetooth und Chromecast. Mögliche Nachteile der einzelnen Systeme sind als Beispiele, dass NFC lediglich dazu fähig ist, einen passenden Kopplungsmodus für ein Gerät zu finden, während Bluetooth grundsätzlich nicht durch Wände gehen kann.

Welche Quellen kann ich mit Multiroom anzapfen?

Smart Home ist multifunktionell und Multiroom ist es auch. Folglich hat der Nutzer einen breiten Spielraum, um für die Zusammenstellung seiner Musikbibliothek verschiedene Quellen wie Streaming- und Clouddienste anzuzapfen. Viele Kunden mögen zum Beispiel für Jazz die Quellen Spotify, Apple Music, Qobuz, Napster, Wimp, Tidal, Google Play, tunein, rdio und Deezer. Weitere Optionen sind Hören und Streaming über Podcasts, das Internetradio und Line-In (AUX).

Musik im Kosmos von Raum und Zeit

Die Komponente Raum gehört offensichtlich zu den Stärken des Systems. Doch erst das Zusammenspiel mit dem Faktor Zeit macht Multiroom unschlagbar. Auf diese Weise bzw. durch die intelligente IoT-Vernetzung ist es möglich, die Musik im Raum so zu aktivieren, dass diese sich dem Tagesablauf anpasst. Beispielsweise wird der Kunde morgens durch sanfte Aufwachmusik geweckt. Beim Gang ins Badezimmer schaltet sich etwas stimmungsvollere Musik ein und in der Küche beim Frühstück hört der Nutzer die Nachrichten. Nach Feierabend kann er sich im Wohnzimmer schließlich ganz dem Jazz widmen.